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Andrea Potzlers Vor-Allem-Bücher-Seite

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„Zeilen ans Meer“ von Sarah Fischer

Die junge Münchnerin Lena fährt nach Australien zu einem Work and Travel Jahr. Am Ende des Jahres hinterlässt sie eine Flaschenpost mit Wünschen für ihre Zukunft. Die Flaschenpost wird vom joggenden Australier Sam gefunden, der Lena einen Brief schreibt. Was mit einer Brieffreundschaft beginnt, wird bald mehr.

Sarah Fischers Briefroman ist luftig und sommerlich, schnell und angenehm zu lesen. Große Überraschungen und sprachliche Kniffe habe ich keine gefunden. Wer auf der Suche nach harmloser Unterhaltung ist, kann sich aber hier in eine recht leichte Geschichte versenken. Und das ist ja auch nicht immer das Schlechteste.

„Wirbelsturm“ von Roland Burkart

Ein Badeunfall krempelt das Leben von Piedro komplett um. Durch einen Sprung in den See stößt er mit dem Kopf hart auf und bleibt danach Tetraplegiker. Ein Schicksal übrigens, das er mit seinem Autor teilt.

Die Geschichte Piedros ist vermutlich eine, die viele erzählen könnten- aber eben nicht so. Es geht um den Alltag im Rollstuhl, um die Gedanken und die Menschen, die ihn begleiten. Er hat natürlich mit seinem Leben zu kämpfen, er fragt sich, ob es nicht doch einen medizinischen Fortschritt, irgendeine Pille geben könnte, die ihm seine frühere Bewegungsfreiheit zurückgibt. Trotzdem bleibt eine große Leichtigkeit und Akzeptanz.

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„Die Stille meiner Worte“ von Ava Reed

Seit die Zwillingsschwester Izzy des Teenagers Hannah bei einem Autounfall gestorben ist, spricht sie nicht mehr. Die Einsamkeit und Trauer, aber auch Schuldgefühle haben sie überwältigt. Das einzige, was Hannah Halt gibt, sind Briefe, die sie Izzy schreibt und dann verbrennt. In einem Sommercamp lernt Hannah Levi kennen, der unbedingt mehr über das traurige Mädchen erfahren will und sie auch ohne Worte versteht.

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„To Siri, with Love“ von Judith Newman

Judith Newmans Sohn Gus ist, anders als sein Zwillingsbruder Henry, Autist. Bekanntermaßen tun sich Autisten oft leichter mit Maschinen als mit Menschen und so kommt es zu Newmans Liebeserklärung an Siri, die freundliche Computerstimme, die alles zu wissen scheint und zahllose Dinge auf Befehl in Gang setzt. Vor allem wird sie anders als seine Familie der Fragen von Gus nie müde.

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„Ein Freitod“ von Steffen Kverneland

Ein gesichtsloser Mann in Uniform. Dazu der Titel „Ein Freitod“. Es könnte einfach eine düstere, frei erfundene Geschichte sein. Die Geschichte eines Gesichtslosen, der sich das Leben nimmt eben.

Steffen Kverneland (*1963) erfindet in seiner Graphic Novel aber nichts, er erzählt von seinem Vater und dessen Suizid. Schon auf den ersten Seiten taucht so das gleiche Bild des Vaters in Uniform nochmals auf, diesmal aber mit einem breiten Lächeln. Kverneland ist selbst Vater geworden und denkt zurück an die Zeit als er achtzehn war und der Vater sich das Leben nahm- er wartete bis seine beiden Söhne erwachsen waren.

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