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Andrea Potzlers Vor-Allem-Bücher-Seite

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“Die souveräne Leserin” von Alan Bennett

Ihre Majestät belieben wohl der Lektüre zu frönen?!

Die Queen schert aus. Nein, nicht durch Skandale, sondern ganz subtil. Im fortgeschrittenen Alter wird sie zur Leserin und vollbringt damit eine große innere Wandlung. Durch die Literatur interessiert sie sich immer weniger fürs Regieren, dafür aber mehr für die Menschen und die Welt um sie herum. Das ist überraschend, leichtfüßig gemacht und hat mich oft zum Lachen gebracht.

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“Ideal Standard” von Aude Picault

Was ist besser: Paar oder Single? Jeder kann nur seinen eigenen Weg gehen, erzählt uns die schlichte Graphic Novel- und selbst der ändert sich.

Ideal- welches Leben ist das schon? Claire, mollig, mit 35 gefühlt kurz über dem Zenit der Fruchtbarkeit, lebt einer Illusion hinterher. Einen Mann will sie finden und mit ihm ins ewige Familienglück einsteigen. Doch im Lauf des Buchs ändert sie ihre Einstellung und ihre Wünsche- nicht zu ihrem Unglück.

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“Abteilung für irre Theorien” von Tom Gauld

Dieses unglaublich komische Büchlein ist zu Zeiten der Coronakrise zu mir gekommen. Gerade also zu einer Zeit, wo auch die ansonsten weniger Wissenschaftsgläubigen jede Nachricht von Virologen und Ärzten genau zitieren können. Dass gerade dieser Wissenschaftsbetrieb, zu dem Virologen und Co. ja gehören, hier mit einem liebevollen, aber herrlich respektlosen Augenzwinkern bedacht wird, ist erfrischend, absolut gerechtfertigt und hätte kaum einen besseren Zeitpunkt des Erscheinens haben können- zumindest für den Leser.

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“Ein wenig Glaube” von Nickolas Butler

Lyle könnte es so schön haben. Der Mann im Rentenalter freut sich an seinem Enkelsohn Isaac. Seine Liebe zu seiner Frau Peg ist nie ganz im Alltag verraucht. Und auch ihre Adoptivtochter Shiloh war für sie ein echter Glücksfall. Dazu kommen ein paar wirklich gute Freunde. Was Lyle jedoch vor allem beschäftigt ist, dass Shiloh samt Sohn Isaac immer mehr in die Fänge einer Sekte gerät. Als das dramatische Konsequenzen nicht nur für die Familie, sondern vor allem für Isaac zu haben droht, steht Lyle vor einer sehr schweren Entscheidung.

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“Tonio Kröger” von Thomas Mann

Tonio ist eine alte Liebe von mir. Als Jugendliche bin ich mit Walkman und Kopfhörer durch den Schnee gestapft und ließ mir Tonio Kröger vorlesen . Und zwischendrin hab ich immer gemurmelt: “Genau, so ist es, ganz genau!”. Kaum 25 Jahre später fand jetzt eine erneute Begegnung mit Tonio in meinem Literaturkreis statt. Man merkt an der Verwendung des Vornamens- er ist mir immer noch recht nahe.

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“Zenobia” von Morten Dürr und Lars Horneman

Es ist eine Geschichte, die gerade jeden Tag passiert. Ein Mädchen ist auf einem viel zu kleinen, überfüllten, maroden Kahn auf der Suche nach einem besseren Leben- weg von Krieg, Gewalt und Zerstörung. Sie will sein wie die Heldin Zenobia, von der die Mutter erzählt hat: stark und unverletzbar. Verstecken hat sie immer mit der Mutter gespielt und daran erinnert sich das kleine Mädchen auf der Überfahrt. Doch sie wollte immer gefunden. “Das Meer ist gewaltig und leer. Niemand kann mich hier finden” – heißt es dagegen auf dem Klappentext.

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